Bindungsanalyse

Vorgeburtliche Beziehungsförderung - der innere Dialog mit deinem Baby

Der ganz persönliche Zugang von Iris Sigl zur vorgeburtlichen Beziehungsförderung

Meine Schwester Ines und ich überraschten unsere Eltern an ihrem 3. Hochzeitstag mit unserer Geburt. Zwei Monate zu früh mit einem Geburtsgewicht von 1,5 kg und darunter. Für meine Schwester war der Zeitpunkt zu früh, sie starb 2 Tage später auf Grund ihrer unausgereiften Lungen. Ich verbrachte die nächsten acht Wochen im Brutkasten. In den 70er Jahren war es den Eltern nicht gestattet, die Frühgeborenenstation zu betreten. Vom Fenster aus konnten sie meine Entwicklung verfolgen. Acht Wochen nach meiner Geburt durfte mich meine Mutter erstmals in ihren Armen halten.  

Meine Mutter befolgte gewissenhaft den Rat der Ärzte und übte mit mir täglich "Baby-Gymnastik" um die Koordination, die Gehirnentwicklung und die taktilen Reize zu trainieren, dafür bin ich ihr sehr dankbar. 

Dass eigene Geburtserfahrungen oft an die nächste Generation weitergegeben werden, erfuhr ich 24 Jahre später, als meine Tochter knapp sieben Wochen zu früh auf die Welt kam. Zum Glück hatten sich die Umstände auf der Säuglingsstation geändert, und ich durfte täglich viele Stunden bei ihr sein und sie auch stillen. 

Meine beiden Söhne kamen 1998 und 2000 termingerecht und auf natürlichem Wege zur Welt. Mein Mann begleitete mich liebevoll bei beiden Geburten.

Ich sehe die vorgeburtliche Beziehungsförderung als großes Geschenk für alle werdenden Eltern und ihr Kind. Natürlich ist die Bindungsanalyse keine Garantie für eine rasche, unkomplizierte Geburt, aber auf jeden Fall birgt der frühe Bindungsaufbau das große Geschenk der Vertrautheit, des Gesehen-werdens des Willkommen-geheißen-werdens. Auch wenn die Schwangerschaft vielleicht nicht geplant war, Babys sind sehr verständig und freuen sich, wenn die Eltern sich mit ihnen austauschen und ihnen ihre Gefühle mitteilen. Die gemeinsame Vorbereitung auf die Geburt macht auch dieses Ereignis zu einer Teamarbeit, wo jeder das Seine dazutut.


Vorgeburtliche Beziehungsförderung - das Baby seelisch nähren

Bereits in der Schwangeschaft wird das Drehbuch für unser späteres Leben geschrieben. Darüber sind sich immer mehr Forschungszweige einig. Ob wir als erwachsene Menschen zu Wohlbefinden und Widerstandsfähigkeit /Resilienz neigen oder eher zu Ängstlichkeit, Verletzlichkeit und depressiver Verstimmung, wie wir zu anderen Menschen in Beziehung treten, darauf haben Schwangerschaft und Geburt einen wesentlichen Einfluss. 


Entstehungeschichte  - Bindungsraum und Dialog

Dr. György Hidas und Dr. Jenö Raffai sind die Begründer des Mutter-Embryo-Dialogs. Die beiden ungarischen Psychoanalytiker begleiteten in ihrer Praxis Jugendliche mit Persönlichkeitsstörungen. Als die Jugendlichen ihnen ihre Körperempfindungen schilderten, erkannten die beiden Psychoanalytiker einen Zusammenhang zu traumatischen Erlebnissen während der Schwangerschaft. Um zukünftig solchen Störungen vorzubeugen, beschlossen sie, bereits vorgeburtlich mit Schwangeren zu arbeiten.

Dr. Hidas und Dr. Raffai war es wichtig, dass sich das Baby schon im Mutterleib gesehen fühlt, willkommen geheißen fühlt und vor allem, dass es seine eigenen Körpergrenzen entwickelt. Das Baby soll sich als eigenständiges Wesen im Mutterleib wahrnehmen, das dann auch außerhalb der Mutter lebensfähig ist. 

Die bekannten Methoden der Babykommunikation wie den Bauch streicheln, Musik, innere Stimme als Monolog – erschienen ihnen dafür als zu wenig tiefgehend. Es musste ein Bindungsraum geschaffen werden, in dem sich Eltern und Baby begegnen können. Wo in einem Dialog, Gefühle und Empfindungen ausgetauscht werden können und ein gegenseitiges Verstehen möglich ist. 

Begonnen wurde mit dem Mutter–Embryo-Dialog in den 1990er Jahren, mittlerweile sind auch die Väter herzlich in den vorgeburtlichen Bindungsraum eingeladen. 

Eine stetig wachsende Zahl von Babys und ihre Eltern in Ungarn, im deutschsprachigen Raum und in den USA profitieren heute von den positiven Erkenntnissen der bindungsanalytischen Arbeit.

Was anfänglich als Präventivkonzept entwickelt wurde, zeigte schöne Nebeneffekte auf den Geburtsverlauf, auf die Gesundheit des Kindes und auf seine emotionale Stabilität im späteren Leben.


Positive Erfahrungen - auf den Geburtsverlauf und auf die Zeit danach: 

  • es gibt weniger Frühgeburten 
  • weniger Kaiserschnitte 
  • medizinische Eingriffe wie Saugglocke oder Zange wurden weniger 
  • die Schwangere macht sich mit ihrem Körper vertraut, bekommt dadurch Selbstkompetenz und kann die Signale ihres Körpers besser verstehen
  • die Geburten dauern weniger lang
  • die Geburtsbelastungen für Mutter und Kind sind geringer 
  • die Babys entwickeln sich rascher
  • die Babys haben eine bessere Selbstregulation 
  • die Babys weinen weniger oft und weniger lang
  • die Babys haben einen besseren Tag/Nacht-Rhythmus und ein besseres Verdauungssystem 
  • postpartale Depressionen der Mütter sind nicht bekannt
  • und, was Dr. Raffai so wichtig war: Diese Babys werden mit ihrem ganzen ICH geboren. Sind wach und nehmen ihre Umwelt bewusster wahr. 

Die vielen schönen Rückmeldungen waren sehr motivierend für die beiden Psychoanalytiker und sie ermutigten die Schwangeren auch bei ungünstigen biologischen Bedingungen wie z. B. einer Steißlage, dies dem Baby zu kommunizieren, bei einer Durchblutungsstörung der Plazenta, diese zu massieren, das Schließen oder Öffnen des Muttermundes mental zu begleiten und auch diese Interventionen zeigten positive Auswirkungen.


Ablauf der Begleitung

Ein guter Zeitpunkt, um mit der Bindungsanalyse zu beginnen, ist um die 20. Schwangerschaftswoche. Wenn Belastungen oder Ängste (z. B. vorangegangene Fehlgeburten, ...) den Alltag erschweren, dann kann mit der Bindungsanalyse auch schon früher begonnen werden.

Es finden wöchentliche Einzelstunden bis kurz vor dem Geburtstermin statt. In den ersten Stunden wird gemeinsam die Familiengeschichte beleuchtet, welche Schwangerschafts- und Geburtserfahrungen bringen die werdenden Eltern mit. 

Das Kernstück der Bindungsanalyse ist die Babystunde, wo Mutter und Vater Kontakt zu ihrem Kind aufnehmen und sich mit ihm austauschen. Zu Beginn jeder Stunde bleibt auch ausreichend Zeit, um wichtige Themen und aktuelle Ereignisse zu besprechen.

Ab der 36. Woche ist die Zeit gekommen, sich von der Zeit der Schwangerschaft zu verabschieden und sich gemeinsam auf die Geburt und die Zeit danach vorzubereiten. Die Treffen in der Abschlussphase finden zweimal pro Woche statt.

Nach der Geburt können wunschgemäß einen Monat und ein halbes Jahr nach der Geburt noch weitere Treffen stattfinden. 


Gibt es Kontraindikationen, oder ist die Bindungsanalyse für jede Schwangere und ihr Baby wertvoll? 

Es sind keine Kontraindikationen bekannt, die Bindungsanalyse kann allen werdenden Eltern empfohlen werden. 


Kommentare aus Begleitungen: 

  • Das Baby lernt Gefühle zu unterscheiden, und muss Gefühle, die mich als Mutter betreffen, nicht in seinem Zellgedächtnis abspeichern. 
  • Durch die Begleitung habe ich erkannt, wie wertvoll und wichtig Beziehung ist.
  • Die Bindungsanalyse hat uns Sicherheit für die Geburt gegeben.
  • Als ich meine Tochter im Arm hielt, kannten wir uns schon sehr gut und lange.
  • Baby und Mutter kennen sich einfach besser!
  • Ich würde es wieder machen und kann es jedem empfehlen.
  • Die Begleitung stärkte auch unsere Paarbeziehung.

Die Bindungsanalyse ist ein schwangerschaftsbegleitendes Angebot für werdende Eltern. Sie ist nicht als Psychotherapie gedacht, sondern als persönliche und individuelle Unterstützung für Eltern, um eine innige und liebevolle Beziehung mit dem noch ungeborenen Baby aufzubauen.  

Solltest du noch unschlüssig sein oder noch Fragen zur Begleitung haben, biete ich gerne ein unverbindliches und kostenloses Erstgespräch von 30 Minuten an.

Studie zur vorgeburtlichen Beziehungsförderung

 

 

 

 

Liebe ist eine magnetische Ursubstanz des Universums. Ohne Liebe würde sich das Universum auflösen. 

Astrologin Silke Schäfer

Anschrift

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Humanenergetikerin

Mitglied des Fachverbandes der persönlichen Dienstleister der Wirtschaftskammer Österreich.

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